Bayerischer Verdienstorden für Paul Limbach |
München/Bonn (bpb) Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat am Donnerstag, den 29. Juli 2010 den deutschen Journalisten Paul W. Limbach mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Der Minister ehrte den Journalisten als „Zeitzeugen“ deutscher Politik.
Aussagen zum journalistischen Leben
im Mai 1963 schrieb
Ewald Struwe – stellvertretender Chefredakteur der REVUE/ Chefredakteur der Constanze –
Er hat vor allem durch seine journalistische Wendigkeit und Schnelligkeit der REVUE-Redaktion zu mehreren großen Themen verholfen. Er hat uns regelmäßig mit Themenvorschlägen versorgt, vorzügliche Verbindungen zu wichtigen Persönlichkeiten in Bonn angeknüpft, besonders geschickt schwierige Recherchen durchgeführt und unsere Bildreporter bei der Erarbeitung von Reportagen kollegial und wirkungsvoll unterstützt. Herr Limbach verfügt über beste Beziehungen zu den Bonner Bildagenturen und Fotografen, wodurch es uns mehrfach möglich war, ungewöhnliches Bildmaterial zu veröffentlichen.
im Juni 1964 schrieb
Felix Rufenach – Chefredakteur der REVUE – Kindler u. Schiermeyer Verlag AG –
Herr Paul W. Limbach ist 'unser Mann' in Bonn im echten Sinne dieses strapazierten Wortes. Anlässlich meines Ausscheidens aus der REVUE-Redaktion gebe ich es gern schriftlich, dass er der beste Außenredakteur unserer Illustrierten ist. Er arbeitet schnell, ist gewissenhaft und verlässlich in der Recherche, stets einsatzbereit und immer mit Eifer bei der Sache.
im August 1965 schrieb
Jochen Steinmayr – Chefredakteur der REVUE –
Herr Paul W. Limbach ist seit dem 01. August 1963 Bonner Korrespondent der REVUE. Er richtete das bis zu seinem Dienstantritt nicht existierende Redaktionsbüro in der Bundeshauptstadt ein. In einer Zeit, in der sich die Illustrierten zunehmend mit politischen Fragen zu beschäftigen begannen, übernahm Herr Limbach mit Geschick und Fingerspitzengefühl die Berichterstattung aus Bonn. Die Redaktion verdankt ihm zahlreiche Kontakte zu Politikern, wirkungsvolle Themenvorschläge und zuverlässige Vorausinformationen. Herr Limbach schuf Vertrauen für die Illustrierte REVUE in Bonn.
Als Chefredakteur schätzte ich seinen Takt, seine Begeisterungsfähigkeit, seinen Fleiß, sein Organisationstalent und in vielen Fällen auch seinen Rat in Bonner Angelegenheiten. Bei Reportagen und Dokumentationen war Herr Limbach findig. Die Arbeit seiner Redaktionskollegen unterstützte er von Bonn aus uneigennützig. Seine Bescheidenheit war wohltuend.
Er richtete das bis zu seinem Dienstantritt nicht existierende Redaktionsbüro in der Bundeshauptstadt ein. In einer Zeit, in der sich die Illustrierten zunehmend mit politischen Fragen zu beschäftigen begannen, übernahm Herr Limbach mit Geschick und Fingerspitzengefühl die Berichterstattung aus Bonn.
im September 1966 schrieb
Günter Prinz – Verlag Martens & Co –
Herr Paul W. Limbach trat am 15. Juli 1965 als Korrespondent in das Haus Martens & Co. ein und vertrat - mit Sitz in Bonn - die Zeitschriften QUICK und REVUE im Rheinland. Herr Limbach gehört zu den fähigsten Korrespondenten, mit denen ich je gearbeitet habe. Es gab kaum einen Auftrag, den er nicht zur vollsten Zufriedenheit der Redaktion erfüllte. Die Spannweite seiner Beziehungen reicht von der Hintergrundinformation zu einem Kriminalfall, bis zu ungewöhnlich schwierigen Gesellschaftsreportagen. Ich habe nie von Herrn Limbach gehört, dass ihm seine Arbeit zu viel und sein Arbeitstag zu lange sei.
im Februar 1975 schrieb
Heinz van Nouhuys – Redaktionsdirektor QUICK – HEINRICH BAUER VERLAG –
Aufgrund meines Ausscheidens als Redaktionsdirektor der QUICK bestätige ich hiermit Herrn Paul Limbach, dass er vom 1. September 1965 bis zum heutigen Tage zuerst als Bonner Korrespondent, ab 1. September ebenfalls als Leiter des Bonner Büros der QUICK kontinuierlich einer der fähigsten Mitarbeiter des Blattes gewesen ist. Im weitaus größten Teil dieses Zeitraums war ich der oberste Vorgesetzte von Herrn Limbach und in den meisten Fällen mit den von ihm gelieferten Artikeln direkt und gelegentlich sogar ausschließlich befasst.
Herr Limbach hat in dieser Zeit, in der sich die QUICK von einem Unterhaltungsblatt zu einem politischen Meinungsbildner in Deutschland entwickelte, substanziell zu dieser qualitativen Umwandlung beigetragen. Seine ausgezeichneten Beziehungen und Kontakte sowohl zu den Regierenden wie zu den Spitzen der Opposition ermöglichten es der QUICK, in vielen entscheidenden innenpolitischen Fragen einen Vorsprung nicht nur vor konkurrierenden Zeitschriften, sondern sogar vor Tageszeitungen zu erzielen.
Seinen spektakulärsten Erfolg erzielte Herr Limbach in der jahrelangen heißen innenpolitischen Auseinandersetzung über die Ostpolitik. Er ermöglichte der QUICK den exklusiven Abdruck des Entwurfes des Deutschlandvertrages, des sog. Bahr-Papiers und des "Schiller-Briefes", mit dem der ehemalige Wirtschaftsminister seinen Austritt aus der Regierung begründete.
Die Behandlung dieser hochbrisanten Themen brachte sowohl der QUICK selbst wie Herrn Limbach persönlich mehrfach in die Situation, sich rechtlich mit der Bundesregierung und der von ihr beauftragten Steuerfahndung auseinanderzusetzen. Im Zuge dieser zeitraubenden rechtlichen Konflikte war es der Gegenseite niemals möglich, auch nur andeutungsweise zu behaupten, irgendeine von Herrn Limbach gelieferte Unterlage oder ein Bericht sei unwahr. Ebenso schlugen alle Versuche fehl, Herrn Limbachs Informanten aufzudecken.
Trotz dieser zusätzlichen enormen Belastung versah Herr Limbach stets zuverlässig die Routinearbeit des Bonner Büros, dessen Aufgaben weit über das Heranschaffen spektakulärer Thematik hinausging.
Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung konnten Herrn Limbach nie in seiner konsequenten Arbeit für das Blatt einschüchtern. Nachdem er ein Jahr schwersten Pressionen ausgesetzt gewesen war, gelang ihm der größte Coup seiner Laufbahn: die exklusive Berichterstattung über die sogenannte Affäre Steiner. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete erklärte exklusiv in QUICK, er sei von dem Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion mit 50.000,-- Mark bestochen worden; um das Überleben der Regierung Brandt zu ermöglichen.
Im Verlauf der Steiner-Affäre traten Herr Limbach und ich selbst als Zeugen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss auf, wobei die Seriosität der QUICK-Berichterstattung auch bei diesem Gremium demonstriert wurde.
Kein einziger Mann hat in dieser Zeit so viel für die QUICK getan wie Herr Limbach. Jetzt, wo ich auf ein weniger politisches journalistisches Feld zu bewege, tut es mir leid, der Mitarbeit dieses hervorragenden Journalisten entraten zu müssen. Es erübrigt sich, Herrn Limbach viel Glück für die Zukunft zu wünschen - bei seinem Wissen und seinem Einsatz ist das Glück zwangsläufig ein Nebenprodukt seiner Leistung.
im Januar 1977 schrieb
Dr. Bruno Bandulet – stellvertretender Chefredakteur QUICK – Politik –
Anlässlich meines Ausscheidens als stellvertretender Chefredakteur der QUICK möchte ich festhalten, dass Herr Paul Limbach als unser Bonner Korrespondent in den vergangenen Jahren, in denen ich ihn kannte, seine Aufgaben in vorbildlicher Weise erfüllt hat. Er hat sich physisch und psychisch stets uneingeschränkt und kompromisslos für die Interessen der QUICK eingesetzt, die Arbeit der Redaktion in München immer wieder mit großem journalistischen Spürsinn durch Vorschläge und Ideen angeregt, er hat mit einer Sorgfalt und Beharrlichkeit recherchiert, die heute im deutschen Journalismus nur noch sehr selten anzutreffen ist. Aufgrund der Seriosität seiner Arbeit und seines ständigen Bemühens um Objektivität war Herr Limbach bei Politikern aller Bonner Parteien gleichermaßen angesehen. Er hat in diesen Jahren die politische Berichterstattung des Blattes maßgeblich mitgestaltet und mitbestimmt und war auch als Kollege stets loyal, zuverlässig und uneigennützig. Es war immer ein Vergnügen, mit ihm zusammenzuarbeiten.
im Juni 1979 schrieb
Dr. Manfred Hintze – Geschäftsleitung HEINRICH BAUER VERLAG –
Herr Paul Limbach ist seit dem 1.9.1965 als QUICK-Korrespondent in Bonn tätig, leitet in dieser Eigenschaft das Bonner Büro und übt seit 1.10.1969 zusätzlich die Funktion eines Verlagsbeauftragten für den Heinrich Bauer Verlag in Bonn aus. Dabei ist Herr Limbach direkt der Geschäftsleitung unterstellt und hat demzufolge seine Tätigkeit in enger Zusammenarbeit mit mir und nach meinen Weisungen ausgeführt.
Ich bestätige Herrn Limbach gerne, dass es in der gesamten Verlagsgruppe Bauer keinen besseren Repräsentanten gegeben hat als ihn. Herr Limbach ist ein Mitarbeiter von absoluter persönlicher Integrität, von außerordentlicher Zuverlässigkeit und nie ermüdender Einsatzbereitschaft. Er hat sich insbesondere in den Jahren schwerster politischer Auseinandersetzung zwischen dem Heinrich Bauer Verlag und anders orientierten politischen Gruppen und deren publizistischen Freunden, nicht nur sehr loyal verhalten, sondern darüber hinaus eine ungewöhnliche Effizienz, Geschicklichkeit und herausragende Intelligenz gezeigt. Er konnte ein so guter Mitarbeiter sein, weil er über beste Kontakte zu allen wichtigen Bonner Institutionen verfügt und weil er dort, aufgrund seines fundierten Wissens hoch respektiert wird.
Von der Chefredaktion der QUICK habe ich nie eine Kritik an der journalistischen Arbeit des Herrn Limbach gehört. Er ist auch dort ein sehr angesehener Mitarbeiter. Ich habe mich nach meinem Ausscheiden aus der Geschäftsleitung des Heinrich Bauer Verlages bei Herrn Limbach besonders herzlich bedankt für seine langjährige Mitarbeit. Es wird mir schwer fallen, in meiner beruflichen Zukunft, einen Repräsentanten in der Bundeshauptstadt zu finden, der diese sehr schwierige Aufgabenstellung so glänzend bewältigt wie Paul Limbach.
im November 1981 schrieb der
Betriebsrat QUICK-Verlag – Namen, die Nachrichten sind –
Unsere Mannschaft in Bonn
Oh, wenn's in der Münchner Zentralredaktion brennt, wird die Feuerwehr angerufen - in Bonn. „Der Limbach", heißt es dann, “der macht das schon." Paul Limbach ist seit 1964 Leiter des Bonn-Büros der QUICK (zuvor war er Bonn-Korrespondent der guten alten „Revue"). Der Mittvierziger ist Junggeselle mit einem Blick für alles Schöne. Und darunter versteht er beileibe nicht nur Meißner Porzellan, das er sammelt. In der Bundeshauptstadt passiert wenig, das er nicht erfährt, „riecht" oder „immer schon gewusst" hat. Als gebürtiger Bonner tut er sich da leicht.
Einiges, was er entdeckte, hat schon zu fatalen Folgen für Betroffene geführt: Ex-Minister Georg Leber musste letztlich wegen einer Limbach-Enthüllung gehen. Auch zwei Staatssekretäre stolperten über ihn.
Dass der Parteilose trotzdem bei Politikern aller Parteien beliebt ist, liegt an seinem guten Ruf als Gastgeber. Wenn nämlich "der Limbach" einlädt, kommen sehr gern auch die ganz Großkopfeten. Und sei es nur, um mitzukriegen, was die Konkurrenz von der anderen Fraktion redet.
Klar, dass der Büroleiter nicht alles macht, sondern auch machen lässt. Dafür hat er besonders seinen Mitmacher aus der „Revue"-Zeit, Guy R. Ley. Parteilos wie der Büroleiter und aus der gleichen Generation, ist Guy Ley so etwas wie ein unentbehrliches Faktotum: Er funktioniert immer, arbeitet immer und fällt erst spürbar auf, wenn er mal nicht da ist. Das kommt so selten vor, dass er noch über fünf Monate Urlaub gut hat.
Der dritte Mann ist Vater Vogel, Stephan mit Vornamen. Endzwanziger. Seit 1977 in der Bonner QUICK-Redaktion. Das mit dem Vater ist wichtig: Er wurde es neun Monate lang täglich aufs Neue. Ganz frühzeitig erfuhr man von ihm, dass seine Tochter selbstverständlich ein Mädchen würde und so. Nun, wo sie da ist, ist sie ebenso selbstverständlich das bei weitem klügste Kind, das in Bonn jüngst hervorgebracht wurde. Vogels Spezialität: als aussichtslos geltende Interview-Termine mit Ministern binnen zwölf Stunden fix zu machen.
Und da ist im Bonner QUICK-Büro auch noch die 25jährige Sekretärin Birgitt Niehoff. Freundlich und still, attraktiv, aber überhaupt nicht anmachbar. Ein eher naseweiser Reporter aus München fragte sie mal abends, als sie nach sechs Uhr heimging: „Na, gehen wir noch aus?" Er holte sich einen Korb.
Da feixten Ley und Vogel schadenfroh über die Abfuhr des Mitarbeiters aus München. Paul Limbach konnte das nicht. Er war gerade mal wieder außer Haus. Aber man darf sicher sein, dass er es erfahren hat. Weil er doch alles erfährt, was in Bonn passiert.
im Januar 1987 schrieb
Joachim Wolff – stellvertretender Chefredakteur QUICK– heute Chefredakteur SUPERillu
Aufgrund meines Ausscheidens als stellvertretender Chefredakteur der Illustrierten QUICK bestätige ich hiermit Herrn Paul W. Limbach gern, dass ich mit ihm in meiner Zeit bei QUICK stets hervorragend zusammenarbeiten konnte.
Bis Herbst 1986 war Herr Limbach als Bonner Korrespondent direkt mir unterstellt. Ich habe in dieser Zeit seine ausgezeichneten Beziehungen und Kontakte zu Bonner Kreisen, seine Kreativität und seine Verschwiegenheit zu schätzen gelernt.
Zahlreiche Exklusivgeschichten, die QUICK in den vergangenen Jahren ihren Lesern anbieten konnte, sind einzig und allein auf das Geschick von Herrn Limbach zurückzuführen. Neben seiner hervorragenden journalistischen Qualifikation hat er es auch verstanden, das Blatt und die Chefredaktion in Bonn mit Takt und Format zu repräsentieren. Eigentlich müßig zu bestätigen, dass er die zeitlichen Anforderungen, die seine Tätigkeit mit sich brachte, ohne Klagen erfüllte.
Herrn Limbachs Mitarbeit war auch deshalb für die Redaktion so wertvoll, da wir seinen Geschichten stets hundertprozentiges Vertrauen entgegenbringen konnten. Nie gab es Zweifel an der Richtigkeit seiner Informationen.
Auch als Leiter des Bonner Büros war Herr Limbach ausserordentlich geeignet, er verstand es, seine Mitarbeiter, insbesondere Herrn Ley, gut einzusetzen.
Ich bedauere es ausserordentlich, dass ich durch meinen beruflichen Wechsel Herrn Limbach als Mitarbeiter verliere und wünsche ihm auf seinem weiteren beruflichen Weg verdienten Erfolg.
im Juli 1987 schrieb
Dr. Friedrich Voss, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär
Herr Limbach gehört zu den Bonner Journalisten, die sich seit vielen Jahren und mit nachhaltigem Erfolg um eine objektive und wahrheitsgetreue Darstellung von politischen, gesellschaftlichen und sozialen Problemen der Bundesrepublik Deutschland bemühen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Arbeit von Herrn Limbach stets ohne Ansehen von Personen und Parteien erfolgte. Viele journalistische Beiträge, die für eine funktionierende Demokratie unentbehrlich sind, wären ohne den persönlichen Mut und den journalistischen Einsatz von Herrn Limbach nicht zustande gekommen.
im Juli 1990 schrieb
Peter Balsiger – Chefredakteur QUICK –
Aufgrund meines Ausscheidens als Chefredakteur der QUICK habe ich das Bedürfnis, Herrn Paul W. Limbach für seine Arbeit als Korrespondent und Leiter des Bonner Redaktionsbüros der QUICK besonders zu danken.
Seine ausgezeichneten, verlässlichen Kontakte zu Politikern bei Regierung und Opposition und zu Persönlichkeiten im In- und Ausland und sein hohes Ansehen, verbunden mit seiner Fähigkeit, hart und diskret zu recherchieren, sowie einem ausgeprägten journalistischen Spürsinn, gaben der QUICK bei vielen politischen Themen einen entscheidenden Informationsvorsprung. Viele Exklusiv-Stories und -Interviews, mit denen die QUICK Aufsehen erregt hat, sind das Verdienst von Herrn Limbach. Nie gab es Zweifel an der Richtigkeit seiner Informationen.
Herr Limbach war mir wie meinen Kollegen in der Chefredaktion stets ein geschätzter Berater. Darüber hinaus war er auch in allgemeinen politischen und journalistischen Fragen, die nicht direkt mit seinem Tätigkeitsbereich zu tun hatten, ein exzellenter Ratgeber. Er war stets ein loyaler, verlässlicher und kreativer Kollege, der QUICK in Bonn mit Takt und Format repräsentierte. Ich habe mich auf den Rat von Herrn Limbach stets verlassen können.
Ich wünsche Paul Limbach für seinen journalistischen Weg und persönlich weiterhin alles Gute. Ich würde mit ihm jederzeit wieder gerne zusammenarbeiten.
im August 1992 schrieb
Dieter A. Jrion – salaction public relations –
Lieber Herr Limbach,
nun ist es verkündet, die QUICK ist eingestellt. Diese Nachricht muss Sie sehr treffen, da ich weiß, dass Sie mehr als zwei Jahrzehnte einer der engagiertesten und effizientesten Mitarbeiter der QUICK-Redaktion waren. Ich weiß auch, dass der Ruf der QUICK in Bonn, besonders in den letzten Jahren, immer besser war als anderswo. Auch dies ist Ihr Verdienst.
Trotzdem möchte ich Ihnen nicht verhehlen, dass ich die jetzige Entscheidung des Verlegers Heinz Bauer verstehen kann. Offenbar war niemand im Verlag in der Lage, dem Verleger eine glaubwürdige Zukunftsvision für das Blatt zu vermitteln.
Um Ihre persönliche Zukunft brauchen Sie sich aus meiner Sicht keine Sorgen zu machen. Sie sind einfach ein Profi. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es im großen Bauer-Reich auch zukünftig eine Aufgabe für Sie gibt, und wenn nicht, werden Sie auch in anderen Häusern offene Türen finden.
Ich wünsche mir, dass wir auch zukünftig in Kontakt bleiben.
Mit herzlichen Grüßen
salaction public relations
im September 1992 schrieb
Hans-Dietrich Genscher – Mitglied des Deutschen Bundestages– Bundesminister des Innern (1969-1974), Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler (1974-1992)
Sehr geehrter, lieber Herr Limbach,
das ist keine gute Nachricht. Seit den Gründertagen der Bundesrepublik Deutschland hatte QUICK ihren festen, von allen geachteten Platz in der deutschen Presselandschaft. Nun heißt es nicht mehr "QUICK muss man haben" -, sondern "QUICK wird fehlen".
QUICK und Paul Limbach waren in Bonn jahrzehntelang untrennbar zu einem Begriff geworden. Nur Wenige haben diese Identifizierung ihrer Person mit ihrem Objekt so perfekt erreichen können.
Ich persönlich, lieber Herr Limbach, habe bei Ihnen immer das vorgefunden, was ich nicht nur in der Politik als die Grundlage allen Handelns ansehe, sondern genauso im Journalismus: Die Verlässlichkeit entscheidet die Berechenbarkeit und die Zuverlässlichkeit. Sie waren dafür ein Garant. Das weiß nicht nur ich, viele andere werden es genauso bestätigen.
Ich bin sicher, dass andere Verlage und andere Medienbereiche Ihre umfassende Kenntnis Bonns und der dort handelnden Personen gern in Anspruch nehmen würden. Doch Ihr Verleger, Herr Heinz Bauer, wird sicherlich weitere Aufgaben für Sie haben. Wir werden also auch in Zukunft miteinander zu tun haben, und das von der Basis aus, die Sie in 27 Jahren geschaffen haben.
Lieber Herr Limbach, schade, dass es QUICK nicht mehr gibt - gut, dass Sie weiterhin in Bonn sein werden. Also dann: Dank für das Gewesene und für das Kommende gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit wie bisher.
Ihr Hans-Dietrich Genscher
im September 1992 schrieb
Dr. Norbert Blüm – Mitglied des Deutschen Bundestages– Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1982-1998)
Sehr geehrter, lieber Herr Limbach,
die Entscheidung, dass die QUICK eingestellt wird, bedauere ich sehr. Auch mir geht damit eine wertvolle Lektüre, ein Stück Pressevielfalt verloren. Seit mehr als 40 Jahren hat die QUICK engagiert über die Entwicklung Deutschlands, über seine Menschen und über die wichtiger. Ereignisse in der Welt berichtet.
Ihnen persönlich möchte ich für die langjährige gute Zusammenarbeit danken, Sie sind immer ein journalistisch und menschlich fairer Partner gewesen. Die Gespräche mit Ihnen werde ich in guter Erinnerung behalten.
Mit besten Wünschen für die Zukunft
Ihr Norbert Blüm
im September 1992 schrieb
Rudolf Kraus – Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
Lieber Herr Limbach,
wie Sie mir am Telefon erzählten, wissen Sie im Augenblick noch nicht, bei welcher Illustrierten Sie in Zukunft arbeiten, nachdem die QUICK Ihr Erscheinen eingestellt hat.
Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken. Sie waren mir ein kundiger und fairer Gesprächspartner.
Ich hoffe, dass wir auch in der Zukunft Gelegenheit haben werden, weiterhin zusammenzuarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Rudolf Kraus
im September 1992 schrieb
Dr. Klaus Kinkel – Bundesminister des Auswärtigen (1992-1998)
Lieber Herr Limbach!
Mit Bedauern habe ich davon Kenntnis genommen, dass die QUICK Ihr Erscheinen einstellt. Das ist doch ein erheblicher Einschnitt in die deutsche Presselandschaft; und natürlich ist es auch ein Verlust an Vielfalt, die ja gerade im Medien-Bereich so ausserordentlich wichtig ist.
Es steht mir nicht an, die Entscheidung des Verlegers zu kommentieren. Er wird seine Gründe gehabt haben.
Ihnen möchte ich dafür danken, dass Sie über lange Jahre hinweg meine Arbeit in der Politik zwar kritisch, aber immer fair und offen begleitet haben. Sie waren in Bonn ja zu einer Institution geworden.
Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute, Ihr
Klaus Kinkel
im September 1992 schrieb
Dr. Michael-Andreas Butz – Staatssekretär Berliner Senat– Sprecher des Senats (1992-2001)
Sehr geehrter Herr Limbach,
zu meinem großen Bedauern habe ich gelesen, dass die QUICK eingestellt wird. Die QUICK gehörte zu den renommiertesten deutschen Zeitschriften; ihre Einstellung ist ein Verlust für den deutschen Pressemarkt.
Sie haben als langjähriger Bonner Korrespondent für die QUICK und für den Bauer-Verlag gearbeitet. In den knapp 10 Jahren meiner Sprechertätigkeit beim Bundesinnen- und Verkehrsministerium hatten wir eine ausgesprochen vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit. Sie haben immer, gerade was den sensiblen Bereich der Innen- und Sicherheitspolitik betrifft, zu unterscheiden gewusst, was zu veröffentlichen war oder was - ohne journalistische Grundsätze zu verletzen - besser im Hintergrund verbleiben sollte. Kurzum: Sie sind ein Mann für gediegenen Journalismus. Um so größer ist mein Bedauern, das es die QUICK nicht mehr gibt. Aber Paul Limbach wird es im deutschen Journalismus weiterhin geben.
Ihnen und Ihren Mitarbeitern, vor allem Herrn Ley, wünsche ich für die Zukunft alles erdenklich Gute, beruflichen Erfolg und persönliches Wohlergehen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Michael-Andreas Butz
im September 1992 schrieb
Dr. Jur. Erich Mende – Bundesminister a.D.
Lieber Herr Limbach!
Haben Sie Dank für die letzte Ausgabe der QUICK und Ihre Grüße! Meine Frau und ich sind sehr traurig, haben wir doch noch das 40-jährige Jubiläum der QUICK in bester Erinnerung! Uns scheint der Entschluss des Verlages etwas voreilig zu sein, aber was hilft es?
Wir freuen uns dennoch, dass Sie weiter in Bonn Verantwortung tragen! Denn Ihre Loyalität, Hilfsbereitschaft und Informationsbegabung sind unverzichtbar im politischen Bonn!
In alter Verbundenheit grüßen wir Sie herzlichst als Ihre
Erich und Margot Mende
im Oktober 1992 schrieb
Hans-Ludwig Zachert – Präsident Bundeskriminalamt (1990 bis 1996) –
Lieber Herr Limbach,
bedingt durch längere dienstliche Abwesenheit ist es mir erst heute möglich, mich für die letzte Ausgabe der QUICK mit Ihrer freundlichen Widmung sehr zu bedanken.In den vielen Jahren der vertrauensvollen Kooperation haben Sie, lieber Herr Limbach, der Polizei und dem Bundeskriminalamt besonders stets positiv zur Seite gestanden. Dafür meinen besonderen Dank! Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, insbesondere Gesundheit und Zufriedenheit sowie persönlichen Erfolg in künftigen Aufgaben. Möge der persönliche Kontakt nicht abreißen! Ich verbleibe mit den besten Grüßen und in der Hoffnung auf weiterhin gute Zusammenarbeit
stets Ihr Hans-Ludwig Zachert
im Oktober 1992 schrieb
Dr. Paul Münstermann – Vizepräsident Bundeskriminalamt (1986 bis 1994) –
Sehr geehrter, lieber Herr Limbach!
Mit großem Bedauern habe ich gehört, dass die Illustrierte QUICK ihr Erscheinen eingestellt hat. Das ist einmal bedauerlich für die deutsche Medienlandschaft, die einer konservativen, wertorientierten Illustrierten dringend bedarf. Zum anderen ist es ein Verlust für die deutschen Sicherheitsbehörden, die mit Ihrem Blatt, lieber Herr Limbach, stets gut zusammenarbeiten konnten. Ihre Person insbesondere garantierte verantwortungsvolle, seriöse Berichterstattung und Analyse. Mit Ihnen war die Zusammenarbeit stets vertrauensvoll und effizient. Ich darf mich dafür bei Ihnen - auch im Namen meines Hauses - sehr herzlich bedanken! Ich hoffe sehr, lieber Herr Limbach, das Sie eine Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechende Anschlussverwendung finden werden. Ich bin sicher, dass die Verantwortlichen in den deutschen Medien um Ihre Begabungen und Talente wissen und Sie schon bald eine neue, interessante berufliche Aufgabe erhalten. Auch ich würde mich über eine weitere Zusammenarbeit sehr freuen und wünsche Ihnen bei der Wahl einer neuen publizistischen Tätigkeit viel Glück und Erfolg!
In der Hoffnung, wieder von Ihnen zu hören, grüße ich Sie sehr herzlich mit besten Wünschen.
im November 1992 schrieb
Gerhard Boeden – Präsident Bundesamt für Verfassungsschutz vom 01.04.87 bis 28.02.91 –
Sehr geehrter, lieber Herr Limbach,
es ist mir ein Anliegen, Sie wissen zu lassen, wie sehr ich es bedauere, dass es die QUICK nicht mehr gibt. Nicht nur deshalb, weil die QUICK die erste nach dem 2. Weltkrieg erschienene Wochenzeitschrift war, also so etwas wie historischen Wert besaß, auch deshalb, weil der Zeitschriftenmarkt mit der Einstellung des Erscheinens der QUICK ärmer geworden ist. Auch wenn die Herausgeber beachtliche Gründe für ihre Entscheidung gehabt haben mögen, diese Gründe können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Fehlen der QUICK eine Lücke in der Presselandschaft hinterlässt.
Dass ich - wie viele andere mit mir - die QUICK vermisse, ist wesentlich auch ein Verdienst von Ihnen, lieber Herr Limbach. Ihr journalistisches Gespür für wesentliche Ereignisse und Entwicklungen, die den Leser interessieren, Ihre immer zu beobachtende Sachlichkeit und Ihre verantwortungsbewusste Berichterstattung haben über Jahrzehnte die QUICK zu dem gut informierten und aktuellen Wochenmagazin gemacht, das jetzt fehlt. Ich danke Ihnen ganz besonders, dass Sie sich in all den Jahren besonders den Problemen der äußeren und inneren Sicherheit in so sachkundiger Weise angenommen haben und dabei ein fairer und verlässlicher Partner waren. Wissen aus notwendigen Hintergrundgesprächen haben Sie nie missbraucht.
Ich bin sicher, dass Sie bald eine Ihren Fähigkeiten entsprechende Stellung in einem ebenso angesehenen Blatt wie die QUICK finden werden. Das wünscht Ihnen in Anerkennung Ihrer Verdienste mit ganz herzlichen Grüßen
Ihr Gerhard Boeden
im November 1992 schrieb
Heinz H. Bauer – Verleger und Inhaber HEINRICH BAUER VERLAG (Hamburg, München) –
Sehr geehrter Herr Limbach,
mit der Einstellung der Illustrierten QUICK, die Sie als Bonner Korrespondent und Bürochef 27 Jahre vertreten haben, endet Ihr Arbeitsverhältnis mit dem Heinrich Bauer Verlag. Seit 1970 haben Sie auch die Interessen der Verlagsgruppe Bauer in Bonn wahrgenommen. Sie waren der Geschäftsleitung direkt unterstellt.
Sie haben über mehr als zwei Jahrzehnte nicht nur für QUICK erfolgreich gearbeitet, sondern auch in großer Diskretion die Interessen unserer Verlagsgruppe in der Bundeshauptstadt vertreten. Sie haben in diesen langen Jahren manche heikle Situation bewältigen müssen und nicht selten Antworten auf Fragen gefunden, die niemanden in den Schoß fallen.
Ich möchte mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Limbach, ausdrücklich für Ihre Tätigkeit in unserem Hause bedanken. Sie waren stets verlässlich und arbeiteten unauffällig mit besonderem Engagement. Ihre Aktivitäten waren beispielhaft. Sie waren mit vertraulichen Interna unseres Hauses befasst, deren Erledigung gefestigte Kontakte, ein feines Gespür und eine einfühlsame Hand erforderten. Sie haben mich, sehr geehrter Herr Limbach, niemals enttäuscht, und ich danke Ihnen für Ihre Loyalität und Ihren Einsatz.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren weiteren beruflichen Weg und bin sicher, dass Sie bald wieder in Verantwortung berufen werden.
Mit allen guten Wünschen,
Ihr Heinz H. Bauer
im Dezember 1992 schrieb
Bernd Schmidbauer – MdB und Staatsminister beim Bundeskanzler –
Sehr geehrter, lieber Herr Limbach!
Bei allem Respekt vor der verlegerischen Entscheidung bedauere ich, dass die QUICK ihr Erscheinen eingestellt hat. Sie war eine Illustrierte, die von Anfang an das politische Werden und Wachsen der Bundesrepublik Deutschland mit kritischem Journalismus, aber mit Verständnis und Einsicht begleitet hat. Dies ist sicher kein geringer Verlust für unsere Presselandschaft. Darüber hinaus bedeutet es wohl auch, dass der Kontakt zu lhnen als Bonner Korrespondent der QUICK -zumindest in dieser Funktion -bedauerlicherweise endet.
Ich gehe aber davon aus, dass Sie Ihre Erfahrung, Ihre solide Sachkenntnis und Ihre verantwortungsbewusste Fairness, die stets Ihr Handeln bestimmten, auch weiterhin dem Journalismus zur Verfügung stellen. Für die bisherige gute Zusammenarbeit danke ich Ihnen und hoffe, dass wir diese in der Zukunft auch wieder fortsetzen können.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen neuen Start und würde mich freuen, bald wieder von lhnen zu hören.
im November 1996 schrieb
Dr. Jur. Erich Mende – Bundesminister a.D. –
Lieber Freund Limbach! Haben Sie Dank für Ihre guten Wünsche zu meinem 80. Geburtstag und die symbolischen achtzig Rosen. In einer Zeit des schnellen Vergessens sind solche Zeilen eine Wohltat für die alternde Seele! Wenn ich, so sagte ich Margot, demnächst eine Loge bei unserem Herrgott besetze, werde ich meinen Freunden auf Erden ein ständiger Schutzengel sein, so auch Paul Limbach, dem guten Menschen von Bonn. In Verbundenheit und mit lieben Grüßen von Haus zu Haus,
Ihr Erich Mende
im Juni 2010 schrieb
Helge-Jörg Volkenand – Verlagskoordinator u. Geschäftsführer Hubert Burda Media –
Herr Paul W. Limbach war vom 6.10.2003 bis 31.12.2009 als Berater und Repräsentant für die Hubert Burda Media tätig. In dieser Funktion war er als Verlagsbeauftragter für die Pflege und Weiterentwicklung bestehender und neuer Geschäftsverbindungen vorrangig in Bonn und Berlin zuständig. Sein Aufgabenkreis umfasste u.a. die Kontaktaufnahme und -pflege mit staatlichen Institutionen, wie: Kanzleramt, Presseamt der Bundesregierung, Ministerien, nachgeordneten Behörden, Telekom, CMA, Deutsche Post, etc..
In diesem Zeitraum haben wir seine ausgezeichneten Beziehungen und Kontakte zu Bonner und Berliner Kreisen sehr zu schätzen gelernt. Er schuf Vertrauen zum Verlag in Bonn und Berlin und wir verdanken ihm zahlreiche zuverlässige Vorausinformationen. Seine ausgezeichneten Beziehungen und Kontakte sowohl zu den Regierenden wie zu den Spitzen der Opposition ermöglichten es dem Verlag, in vielen entscheidenden Fragen einen Vorsprung nicht nur vor konkurrierenden Medien zu erzielen. Unter anderem konnte Paul Limbach für Hubert Burda Media einen Großauftrag eines Medien-Erzeugnisses zur Unterschrift bringen.
Herr Limbach hat seine Aufgaben als Berater und Repräsentant der Hubert Burda Media in vorbildlicher Weise erfüllt hat - was auf seine persönliche Integrität, seine journalistische Expertise, seine außerordentliche Einsatzbereitschaft und nicht zuletzt auf sein Taktgefühl und seine Verschwiegenheit zurückzuführen ist. Er hat sich stets uneingeschränkt und kompromisslos für die Interessen von Hubert Burda Media eingesetzt.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei Herrn Limbach nochmals für die sehr angenehme und gewinnbringende Zusammenarbeit bedanken und wünschen ihm alles Gute für den weiteren beruflichen Weg.
