Herzlich Willkommen bei Paul W. Limbach
„Ehre, wem Ehre gebührt“
schrieb der Stern 1978 zu einer der vielen journalistischen Glanzleistungen des Kollegen, der von 1963 bis 1992 als Bonner Korrespondent für die Konkurrenz-Illustrierte QUICK tätig war.
Die Bunte charakterisierte ihn 1978 so:
Er kann wie Ludwig van Beethoven von sich sagen: „Ich bin e'ne Bönnche Jung.“ Nicht nur weil Paul Limbach in Bonn vor 44 Jahren geboren wurde, er kennt in der Bundeshauptstadt alles und jeden, und man kennt ihn. Die Politiker fürchten seine journalistische Spürnase.
Als Korrespondent der QUICK brachte er mit der Offenlegung von zweifelhaften Abhörpraktiken des Militärischen Abschirmdienstes Verteidigungsminister Georg Leber dazu, zurückzutreten. Das war beileibe nicht sein erster Streich.
Als Rainer Barzels Versuch, 1972 mit einem Misstrauensvotum Willy Brandt vom Kanzlersockel zu stoßen, misslang, weil drei zunächst anonym gebliebene CDU-Abgeordnete nicht für Barzel stimmten, brachte Limbach einen von ihnen, Julius Steiner, der angeblich 50.000 Mark für diesen 'Verrat' bekam, zum Reden. Ein anderes Mal mussten die Staatssekretäre Wolfram Dorn (FDP) und Joachim Raffert (SPD) wegen Limbachs Enthüllungen ihren Hut nehmen.
Als der sozialdemokratische Super-Minister Karl Schiller mit einem Paukenschlag zurücktrat, da gab es nur zwei Exemplare seines vertraulichen Abdankungsschreibens. Limbach, übrigens parteilos, sorgte für den Abdruck des Textes.
Der Stern schrieb über diesen journalistischen Konkurrenten: „Der raffinierteste Nachrichtenjäger von Bonn. Er ist natürlich auch unser Konkurrent. Aber Ehre, wem Ehre gebührt.“
Illustrierte BUNTE – Leute von heute –
20.04.1978 – Ausgabe Nr. 30
